
Der Schweizer Franken wird erneut zum Zufluchtsort: Heute morgen handelte EUR/CHF zeitweise bei 0.9210 – und damit nur noch knapp über der Marke von 0.92, die bereits mehrmals gehalten hat.
Auslöser für die jüngste Frankenstärke sind Entwicklungen in der Eurozone, namentlich die Abstufung Frankreichs durch S&P (von AA- auf A+). Bereits letzte Woche hat der Franken von Sorgen um Regionalbanken in den USA profitiert.
Die SNB hat die Stärke des CHF bisher toleriert und sich dagegen entschieden, den Leitzins unter null zu senken.
Könnte sie ihre Meinung bis zur nächsten Sitzung (11. Dezember) ändern?
Durchaus möglich. Denn der starke Franken drückt die Inflation, und die US-Zölle bremsen das Wirtschaftswachstum. Kurzfristig dürften Interventionen am Devisenmarkt jedoch das Mittel der Wahl bleiben.
Sowohl Importeure als auch Exporteure sollten die anstehende Budgetierung nutzen, um ihre Strategie im Umgang mit Währungsrisiken für 2026 zu definieren.