Author: Julien Savioz
16.10.25
Lesedauer:
1 min

Kaum jemand glaubt mehr an den US-Dollar

Aktuell überbieten sich Banken und Analysten mit Negativszenarien für den US-Dollar – Kursziele von USD/CHF 0.70 oder 0.75 sind keine Seltenheit.

In der Presse ist kaum ein optimistisches Szenario für den US-Dollar zu lesen.

Die einseitige Positionierung ist gefährlich.

1. USD/CHF hat seit Jahresbeginn rund 12% verloren. Ein derart starker Rückgang über wenige Monate ist aussergewöhnlich.

2. Starke Übertreibungen sind selten nachhaltig. Märkte korrigieren extreme Bewegungen, und eine Normalisierung der Positionierungen kann zu deutlichen Gegenbewegungen führen.

3. Das Zinsgefälle zwischen USD und CHF ist weiterhin gross. Höhere US-Zinsen wirken stützend. USD/CHF hat zuletzt im Bereich von 0.79–0.80 einen Boden gefunden und sich stabilisiert.

Gerade Importeure sollten jetzt sorgfältig prüfen, welchen Teil ihres USD-Exposures sie für 2026 absichern wollen – und nicht auf eine weitere Abwertung von USD/CHF spekulieren.

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