Author: Julien Savioz
15.5.25
Lesedauer:
1 min

US-Treasuries über 5% und Verlust des Aaa-Ratings: Stabilität bleibt vorerst, doch das Schuldenproblem tritt offen zutage

Die «risikofreie» US-Staatsanleihe verliert an Strahlkraft: Nach dem Verlust der Ratingbestnote Aaa durch Moody's letzte Woche kratzen die 30-jährige US-Treasuries an der 5%-Marke – das höchste Niveau seit 2007.

Die US-Treasuries gelten als Benchmark für langfristige Finanzierungskosten und als Indikator für das Vertrauen in die fiskalische Stabilität der USA. Steigen sie deutlich, signalisiert das wachsende Risikoaufschläge.

Droht jetzt ein Schock?

Nein, denn es gibt keine Triple-A Alternativen, die ähnlich liquide sind, um den Status der US-Staatsanleihen in Frage zu stellen – und damit bleibt auch der US-Dollar als globale Reservewährung vorerst alternativlos.

Aber der Verlust der Top-Bonitätsnote (nachdem S&P und Fitch bereits 2011 und 2023 Herabstufungen vorgenommen haben) wirft kein gutes Licht auf die US-Schuldenproblematik und den unberechenbaren wirtschaftspolitischen Stil der neuen Regierung.

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