Die Hedge Ratio bezeichnet den prozentualen Anteil eines Fremdwährungsrisikos, den ein Unternehmen absichern möchte.
Ein Beispiel: Ein Schweizer Unternehmen kauft jährlich Waren im Wert von EUR 10 Mio. ein, verkauft seine Produkte jedoch ausschliesslich in Schweizer Franken.
Dadurch entsteht ein EUR/CHF-Währungsrisiko, weil steigende Eurokurse die Beschaffungskosten erhöhen können.
Mit einer Hedge Ratio von 50 % entscheidet sich das Unternehmen, die Hälfte seines erwarteten Eurobedarfs abzusichern.
Bei einem erwarteten Jahresbedarf von EUR 10 Mio. entspricht dies einem Absicherungsvolumen von EUR 5 Mio., verteilt auf die entsprechenden Zahlungszeitpunkte.
Wie hoch die optimale Hedge Ratio sein sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Unternehmen mit geringen Margen und wenig flexiblen Verkaufspreisen benötigen häufig eine höhere Absicherungsquote als Unternehmen, die Wechselkursschwankungen leichter auffangen können.
Fazit: Die Hedge Ratio sollte nicht aufgrund kurzfristiger Wechselkursprognosen festgelegt werden, sondern auf die wirtschaftliche Ausgangslage und Risikotoleranz des Unternehmens abgestimmt sein.