Autor: Julien Savioz
19.11.25
Lesedauer:
2 Minuten

Limitierte Aufträge: Wie funktionieren Sie und wann setze ich Sie ein?

Mit einem limitierten Devisenauftrag kann ein Unternehmen einen gewünschten Wechselkurs festlegen, zu dem ein Währungsgeschäft ausgeführt werden soll.

Ein Beispiel: Ein Schweizer Unternehmen möchte EUR 500'000 gegen Schweizer Franken kaufen.

Der aktuelle EUR/CHF-Kassakurs liegt bei 0.9300. Das Unternehmen möchte jedoch einen günstigeren Kaufkurs von 0.9250 erreichen.

Dafür kann es einen limitierten Kaufauftrag bei EUR/CHF 0.9250 platzieren.

Wird der vereinbarte Zielkurs unter den Ausführungsbedingungen erreicht, kann der Auftrag ausgeführt werden.

Der Vorteil besteht darin, dass das Unternehmen nicht laufend die Wechselkurse überwachen muss.

Allerdings gibt es keine Garantie, dass der Zielkurs erreicht wird. Steigt EUR/CHF stattdessen weiter, bleibt der Auftrag möglicherweise unausgeführt und der spätere Eurokauf könnte teurer werden.

Bei der Auftragserteilung sollte deshalb auch die Gültigkeitsdauer festgelegt werden, beispielsweise bis zu einem bestimmten Datum oder bis auf Widerruf.

Fazit: Limitierte Devisenaufträge können eine sinnvolle Ergänzung zum Währungsmanagement sein. Sie ersetzen jedoch keine systematische Absicherungsstrategie, da die Ausführung nicht garantiert ist.