Natürliches Hedging bedeutet, dass ein Unternehmen Einnahmen und Ausgaben in derselben Fremdwährung miteinander verrechnet und dadurch sein Währungsrisiko reduziert.
Ein Beispiel ist ein Schweizer Fensterhersteller, der jährlich Rohmaterialien wie Glas und Aluminiumprofile im Wert von EUR 5 Mio. aus Deutschland importiert.
Gleichzeitig verkauft das Unternehmen fertige Fenster an Kunden in der Eurozone und erzielt damit ebenfalls einen Jahresumsatz von EUR 5 Mio.
Da sich die Einnahmen und Ausgaben in Euro grundsätzlich ausgleichen, reduziert sich das Netto-Währungsrisiko erheblich.
Anstatt sämtliche Euro-Einnahmen in Schweizer Franken zu wechseln und später erneut Euro für Lieferantenrechnungen zu kaufen, können die Euro-Einnahmen direkt zur Begleichung der Euro-Ausgaben verwendet werden.
In der Praxis ist ein perfektes natürliches Hedging allerdings selten. Unterschiedliche Zahlungszeitpunkte, schwankende Volumen oder einseitige Währungsüberhänge können weiterhin Risiken verursachen.
Fazit: Natürliches Hedging ist eine einfache Möglichkeit, Währungsrisiken ohne zusätzliche Finanzinstrumente zu reduzieren. Entscheidend ist jedoch, die tatsächlichen Netto-Zahlungsströme und deren zeitlichen Verlauf zu analysieren.