Ein Non-Deliverable Forward (NDF) ist ein Devisentermingeschäft, bei dem bei Fälligkeit kein physischer Austausch der beiden Währungen stattfindet.
Stattdessen wird lediglich die Differenz zwischen dem vereinbarten Terminkurs und einem definierten Referenzkurs finanziell ausgeglichen.
NDFs werden insbesondere zur Absicherung von Währungen eingesetzt, bei denen der klassische Devisenterminmarkt eingeschränkt oder nicht ohne Weiteres zugänglich ist.
Ein Beispiel sind bestimmte Schwellenländerwährungen, etwa die indische Rupie, bei denen NDF-Märkte eine wichtige Rolle spielen.
Ähnlich wie bei einem klassischen Devisentermingeschäft vereinbaren die Vertragsparteien im Voraus einen Wechselkurs und einen Fälligkeitstermin.
Bei Fälligkeit erfolgt jedoch keine Lieferung der betreffenden lokalen Währung. Stattdessen wird die Kursdifferenz in einer vereinbarten, frei konvertierbaren Abrechnungswährung, häufig US-Dollar, ausgeglichen.
Auf diese Weise lassen sich bestimmte Wechselkursrisiken reduzieren, ohne dass die abgesicherte Währung physisch geliefert werden muss.
Allerdings bleiben je nach Konstruktion unter anderem Basisrisiken und Gegenparteirisiken bestehen.
Fazit: NDFs ermöglichen die Absicherung bestimmter Fremdwährungsrisiken in Märkten mit eingeschränkter Währungskonvertibilität oder begrenztem Zugang zu klassischen Termingeschäften.