
In einer seltenen Erklärung bekräftigen die Schweiz und die USA, dass sie Wechselkurse nicht zu «Wettbewerbszwecken» beeinflussen – gleichzeitig aber Interventionen gegen «ungeordnete Bewegungen» ausdrücklich zu erlauben.
Mit anderen Worten: Obwohl das US-Finanzministerium die SNB erst im Juni auf die Beobachtungsliste gesetzt hat, scheint es nun zumindest zu dulden, wenn die SNB den Franken schwächt – vor allem bei plötzlichen und starken Aufwertungen.
Deviseninterventionen dürften also vorerst das Mittel der Wahl für die SNB sein. In nächster Zeit lohnt es sich, die Sichteinlagen (Grafik unten) – ein Indiz dafür, wie stark die SNB am Markt interveniert – im Auge zu behalten.
Zinssenkungen in den negativen Bereich sind dagegen unwahrscheinlicher geworden: Derzeit preisen die Terminmärkte für Dezember nur eine Wahrscheinlichkeit von 25% ein.