
Diese Frage stellte mir der Inhaber eines KMUs, der Handelswaren im Ausland einkauft.
Und er hat recht: Devisengeschäfte sind eine Commodity.
Der Interbanken-Kurs ist überall gleich, der Unterschied liegt nur im Spread.
Die logische Konsequenz daraus ist klar:
Man optimiert den Preis.
Genau dafür sind diese Plattformen hervorragend geeignet.
Aber Währungsgeschäfte im KMU-Kontext funktionieren nicht wie private Geldwechsel.
Der Unterschied liegt im Zeithorizont und im Risiko.
Ein Beispiel:
5 Basispunkte auf CHF 5 Mio. zu sparen bringt CHF 2’500.
Das ist operative Optimierung.
Eine Währungsabwertung von 5% resultiert in einem Minus von CHF 250’000.
Das ist problematisch fürs Unternehmen.
Und genau hier liegt die Grenze reiner Währungsplattformen.
Sie sind ideal für einfache, einzelne Spot-Transaktionen.
Aber KMUs mit relevantem FX-Volumen brauchen mehr als das:
Hedging-Modelle für laufende Zahlungsströme oder Projektgeschäfte.
Flexibilität bei Zahlungsverzögerungen.
Rahmenlimiten ohne Anzahlung von 5 oder 10%, die die Liquidität belasten.
Eine sichere, regulierte Gegenpartei.
Einen persönlichen Ansprechpartner am Telefon.
Gute Konditionen sind wichtig.
Aber sie lösen kein strategisches Risiko.